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Mixtape der Woche

29. April 2026, 19:13 Uhr von Uwe

Nachdem letzte Woche tote Hose war, diese Woche irgendwie auch nur Stress und schlechte Nachrichten bereithielt und überhaupt das Zitat aus dem Schuh des Manitu (das mit der Gesamtsituation und so) wieder mal passt wie Gesäß auf Gefäß können wir uns diese Woche einem Künstler widmen, der letzte Woche schon dran gewesen wäre.

Es geht dabei um einen großen Künstler, das heißt eigentlich geht es um einen kleinen Künstler mit großem Ego, der inzwischen auch schon wieder seit 10 Jahren im Jenseits weilt.

1999

Die ersten zählbaren Erfolge hatte Prince nicht 1999, sondern 1982 mit einem Song namens 1999. Aber gut, Marty McFly reiste auch in die Zukunft anno 2015, was nun schon wieder über 10 Jahre in der Vergangenheit liegt. Auf jeden Fall ist der Song das Titelstück des gleichnamigen Doppelalbums, auf welchem Prince kreuz und quer durch verschiedenste Genres pflügt, was vor ihm so noch keiner gemacht hatte.

Little Red Corvette

Ebenfalls vom Album „1999“ stammt dieses Stück, welches 1983 als Single ausgekoppelt wurde. Die Corvette ist hingegen kein Automobil, sondern fällt in die Abteilung „kreatives Texten für explizite Lyrik“. Prince hatte ja kurz darauf auch Ärger mit stockkonservativen Kreisen, die dann Aufkleber auf CDs durchsetzten, mit denen auf für die Jugend besonders interessante weil gefährliche Inhalte hingewiesen wurden.

When Doves Cry

Die erste Nummer 1 in Amerika hatte er 1984 mit diesem Song vom Album „Purple Rain“. Ich hab keine Ahnung ob Tauben heulen können, sicher ist nur, dass es im Song um Liebeskummer geht. Da kann einem schon mal zum Heulen zumute sein.

Purple Rain

Das gleichnamige Album zum gleichnamigen Film erschien 1984, der Song selbst entstand aber schon 1983 und stellt eines der musikalischen Meisterwerke der 80er Jahre dar. Wenn man von Prince sonst schon nix kennt (und er hat meiner Meinung nach auch viel exzentrischen Schrott produziert), diesen Song sollte man kennen. Die verstümmelte Singlefassung kann man getrost vergessen, relevant ist die komplette Albumfassung mit ihren über acht Minuten.

Kiss

Kommerziell den ganz großen Erfolg hatte Prince Mitte der 80er, zum Beispiel mit diesem Song von 1986, dessen Musikvideo selbst in den frühen Neunzigern noch regelmäßig bei MTV rotierte. Damals war er neben Michael Jackson der zweite ganz große Pop-Superstar, Madonna machte das Trio dann komplett.

Diamonds And Pearls

Diese Ballade erschien 1991 und war Titelstück des gleichnamigen Albums.

Gett Off

Von der sehr funkigen Seite zeigt sich dieses Stück, ebenfalls aus „Diamonds And Pearls“. Viel Bass, viel Groove, und eigentlich geht es am Ende doch nur um Dinge, die Mann und Frau gemeinsam tun können wenn sie sich ganz doll liebhaben (oder so ähnlich).

Nebenbei schrieb Prince auch noch andere Welthits, die in der Interpretation durch andere bekannt wurden (z.B. Nothing Compares 2 U), verkrachte sich mit der Plattenfirma, agierte jahrelang ohne Namen und mit einem nicht näher identifizierten Symbol als Namensersatz und festigte seinen Ruf als Exzentriker. Musikalisch ist das meiste nicht meine Baustelle, aber dass der Mann was konnte ist unbestreitbar.

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